Server-Anforderungen für WordPress und Gallery2
Die Anforderungen für den Server, auf dem wir WordPress und Gallery2 zu einer Einheit verschmelzen lassen wollen, sind etwas umfangreicher als bei einer Standardinstallation von WordPress:
PHP
- mindestens Version 4.3, auf keinen Fall Version 5.0.5.
safe_modemuss auf OFF stehen. Bei einem Shared-Hosting-Webpaket muss dies ggf. der Webhoster umstellen. Warum Gallery2 überhaupt safe_mode OFF benötigt wird in diesem endlosen Thread beantwortet.file_uploadsmüssen selbstverständlich ON sein, damit Dateien vom PC in die Fotogalerie übertragen werden können.upload_max_filesizesollte vom Standardwert2M(zwei Megabyte) auf16Merhöht werden. Dies kann durch einen Eintrag in die .htaccess geschehen.Datenbank
- Gallery2 läuft mit einer Reihe von Datenbank-Management-Systemen. MySQL, das bekannteste, wird ab Version 3.x unterstützt.
Bildverarbeitung
- Damit Gallery2 automatisch Thumbnails (Vorschaubilder) erzeugen kann und die Bilder auch im Nachhinein manipulierbar bleiben, muss auf dem Server mindestens eines dieser Bildverabreitungsprogramme installiert sein: ImageMagick, GD, NetPBM oder GraphicsMagick.
Webspace
- Gallery2 wird in mehreren Versionen angeboten (Typical, Full, Minimal, Developer). Die volle Installation mit neun Themes und 68 Modulen ist entpackt satte 40 MB groß, es empfiehlt sich in diesem Fall also ein freier Webspace von mindestens (ich wiederhole: mindestens!) 100 MB. Je mehr, desto besser.
Installation und Anpassung der Content-Management-Systeme
1. Schritt: WordPress installieren
Da WordPress als “Haupt”-CMS für unsere Fotocommunity verwendet werden soll, wird es auch als erstes installiert. Die Vorgehensweise unterscheidet sich aber nicht von einer “normalen” WordPress-Installation.
- Die Datei
latest.zipentpacken und den Inhalt des Ordners wordpress ins Root-Verzeichnis (/) hochladen (nicht den Ordnerwordpressselbst, denn sonst erhalten wir/wordpressund das will niemand).- Falls noch keine Datenbank erstellt wurde: Datenbank erstellen.
- In die Datei
config-sample.phpdie Datenbank-Daten eintragen und alsconfig.phpspeichern.- Im Browser die Seite
/wp-admin/install.phpaufrufen.2. Schritt: Gallery2 installieren
Die Bildergalerie Gallery2 kommt in einen Unterordner der Domain. Statt
/gallery2kann dafür auch ein anderer Name verwendet werden. Die Migration mit WordPress findet erst im nächsten Schritt statt.
- Eventuell vor der Installation die nicht benötigten .po- und .mo-Dateien löschen, um Speicherplatz zu sparen.
- Den Inhalt von
gallery2.zipnach/gallery2hochladen.- Im Browser die Seite
/gallery2/install/aufrufen.- Im siebten Schritt der Installation wird Adresse und Passwort der Datenbank abgefragt. Hier kann entweder die Datenbank angegeben werden, in der WordPress schon installiert ist (Hauptsache das Präfix ist nicht
wp_) oder eine neue.- Nach abgeschlossener Installation müssen die Module
ImageBlockundImageFrameinstalliert und aktiviert werden, damit wir mit Hilfe des WPG2-Plugins auch in Blogeinträgen Fotos aus der Gallery2 einfügen können.3. Schritt: WordPress-Plugin WPG2 installieren
WPG2, die Brücke zwischen WP und G2, hilft beim User-Management und sorgt unter anderem dafür, dass registrierte WordPress-User auch gleich einen entsprechenden Gallery2-Account bekommen. Die Installation ist keinesfalls optional, sondern ein MUSS!
- Den Inhalt von
wpg2.2.13.zipnach/wp-content/plugins/hochladen, so dass der Ordner/wp-content/plugins/wpg2/entsteht.- Aus dem Verzeichnis
/wp-content/plugins/wpg2/root/die Dateiwpgallery2.phpins Root-Verzeichnis (/) verschieben.- Das Plugin im Admin-Menü von WordPress aktivieren und unter dem neuen Reiter namens WPG2 validieren.
4. Schritt: Ein geeignetes WordPress-Theme finden
- Generell kann jedes WP-Theme auch mit Gallery2 genutzt werden, allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der Content-Bereich (Body minus Sidebar) genügend Platz für die Fotos bietet.
- Unter http://wpg2themes.galleryembedded.com/ findet man ein paar Themes, die für die Symbiose von WordPress und Gallery2 mehr oder weniger optimiert worden sind.
5. Schritt: WordPress-Theme anpassen
Gallery2 benötigt einen eigenen Header und eigenen Footer. Man kann sich für die im WPG2-Plugin mitgelieferten “Simple Header / Footer”-Variante entscheiden oder eigene Header- und Footer-Dateien erstellen.
Die folgenden Informationen stammen größtenteils aus dem lesenswerten “Theme optimization guide” des offiziellen WPG2-Forums.Eigenen Header für Gallery2 erstellen:
- 1. Datei
header.phpdes benutzten WP-Themes kopieren und wpg2header.php nennen.- 2. Dort direkt unter
<head>folgendes einfügen:
<?php if (isset($g2data['headHtml'])) { list($g2_title, $g2_css, $g2_javascript) = GalleryEmbed::parseHead($g2data['headHtml']); foreach ($g2_css as $css) { echo "$css \r\n"; } foreach ($g2_javascript as $javascript) { echo "$javascript \r\n"; } } ?>- 3. Um statt des WordPress-Seiten-Titels den Galllery2-Titel im Browser richtig anzuzeigen, muss
<?php wp_title(); ?>mit<?php echo $g2_title; ?>ersetzt werden..CSS-Datei ergänzen
Damit WordPress weiß, wie die Fotos von Gallery2 ausgerichtet werden sollen, muss ans Ende der .CSS-Datei des benutzten Themes folgendes einfügt werden:
/* WPG2 alignment classes */ .g2image_normal { margin: 4px; } .g2image_float_left { float: left; clear: left; margin: 4px; } .g2image_float_right { float: right; clear: right; margin: 4px; } .g2image_centered { display: block; margin-left: auto; margin-right: auto; }Wichtig: Nachdem die Änderungen in
wpgheader.phpgespeichert wurden, muss das WPG2-Plugin erneut validiert werden!6. Schritt: Weitere WordPress-Plugins installieren (optional)
Die folgenden Plugins müssen nicht unbedingt installiert werden. Dennoch empfehlen sie sich aus verschiedenen Gründen:
- Role Manager zur Vergabe von verschiedenen Rechten für verschiedene User-Gruppen.
- Maintenance Mode, wenn die Website gerade überarbeitet wird und nur Admins Zugriff haben sollen.
- WP-UserOnline zeigt die Anzahl der momentanen Besucher an (“8 User online”).
- Simple Forum, denn zu einer Community gehört schließlich auch ein Diskussionsforum.
- Simple Trackback Validation zur Trackback-Spambekämpfung.
Herzlichen Glückwunsch! Das war’s!
Wer die oben genannten Schritte hinter sich gebracht hat, darf sich nun über eine voll in WordPress integrierte Foto-Galerie freuen. Registrierte WordPress-User können nun – sofern sie die Berechtigung dazu haben – ihre Bilder hochladen, bewerten, diskutieren, per RSS-Feed abonnieren etc.